Voigtländer 58 mm – mein Cremetörtchen

Das Voigtländer Nokton 58 mm, F 1.4 SL II ist ein Glas, das ich manuell scharf stellen muss. Allerdings hat es einen Chip und überträgt die Belichtungsdaten an die Kamera. Auch die Blende lässt sich über die Kamera steuern. Und damit ist das Glas sehr komfortabel zum bedienen.

Ich mag die Linse wegen des weichen cremigen Bokeh und der brillanten Farben. Außer bei Offenblende ist es sehr scharf. Bei Offenblende etwas weich, was aber gerade einem Portrait durchaus zu Gute kommt. Das Glas ist aus Metall, der Fokus-Ring läuft weich aber doch definiert. Allein die Haptik ist schon ein Genuss.

Warum ausgerechnet 58 mm

Mit der Einführung des Schwingspiegels ließen viele 50 mm Linsen nicht genug Platz für den Spiegel. UNd so mussten die Objektivkonstrukteure notgedrungen auf 58 mm ausweichen. Da die Portraits bei der Brennweite aber sehr natürlich aussehen, hat sich die Brennweite bis heute bei ganz speziellen Portraitgläsern erhalten.

Das 58er Nokton ist für mich eine wundervolle Portraitlinse, die ich immer wieder gerne auf meine Bodies schnalle, auch wenn das Handling natürlich aufwändiger ist, als bei einem Autofokus Objektiv. Die Blende F 1.4 ist natürlich auch eine Besonderheit, die ein butterweiches Bokeh liefert. Allerdings ist das Glas bei Offenbarende etwas weich, was aber gerade bei Portraits kein Nachteil ist – ganz ihn Gegenteil.

Auch Tierportraits kann ich mit dem Glas wundervoll in Szene setzen.

Bei Blende 2.2 ist das Nokton knackscharf und zeichnet doch ein sensationell cremiges Bokeh. Hier an meiner APS-C Nikon Z fc wird es zu einer 85er Portraitlinse.

Aber nicht nur bei Portraits macht das Glas ein gute Figur.


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